Problem mit der Wirtschaftskammer

Da auf unserer alten Homepage der Platz zu wenig wird bin ich mit unserem Problem mit der Wirtschaftskammer hierher übersiedelt. Die Beiträge sind Zeitlich geordnet:

Zeitungsartikel vom Bezirksblatt Kitzbühel 15.06.2011:

 

hotel sterne waidring

 

Sendung Bürgeranwalt ORF2 vom 18.06.2011

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Zeitungsartikel vom Bezirksblatt Kitzbühel 29.06.2011

zeitungsartikel hotel sterne

 

Stellungnahme von uns:

Wie Herr Egger sagt ist bei mehr als 3Geschoßen in Österreich in Gegensatz zu Deutschland ein Lift erforderlich. Der Brandtnerhof hat nicht mehr als drei Geschoße. Alle Gästezimmer sowie der Aufenthaltsraum und der Speiseraum befinden sich in diesen drei Geschoßen. Im Keller befindet sich eine Bar und im 3Stock eine Sauna sowie Personalzimmer und eine Wohnung also Räumlichkeiten die für die 3Sterne nicht erforderlich sind. Warum wird dann der Weg dorthin bewertet? Wenn jemand auf einen Hügel neben dem Hotel eine Freiluftsauna baut braucht er dann einen Sessellift? Sie können auf dieser Webseite oder auf www.brandtnerhof.at nachzählen wie viele Betten der Brandtnerhof hat. Durch die überdurchschnittliche Größe der  Doppelzimmer ist in jedem Zimmer ein  Sitzsofa das auch im Notfall als Schlafgelegenheit verwendet werden kann.  Also eine Zusatzleistung die im 3Sterne Betrieben nicht verlangt wird aber bei der Kategorisierung als Nachteil ausgelegt wird. Wir haben laut Herrn Egger Platz für 64Personen! Ich sehe schon heute die Diskussion vor Augen wo die Wirtschaftskammer behauptet keine Schuld zu tragen an der Überschuldung der Österreichischen Hotellerie. Die Aussage das im Brandtnerhof mit tatsächlichen 40 Gästebetten (ohne Zustellbetten) in zwei Zimmergeschoßen ein Lift sinnvoll und bei Kosten weit über 100.000.-€ finanzierbar  und zum Standard gehört, schockiert mich und zeigt, wo die Wirtschaftskammervertreter bestehend nur aus 4- und 5-Sterne Hoteliers hin wollen. Die Sternedekratierung im Falle vom Brandtnerhof erfolgte prompt und ohne Übergangsfristen weil der Brandtnerhof wahrheitsgetreu von Anfang gesagt hat keinen Lift zu bauen, weil es dem Betrieb mit seinem speziellen Wirtschaftskonzept zerstören würde.

Jeder Leser dieses Artikels soll sich ernsthaft fragen, ob er seinen Jahresurlaub in einem 2-Sterne Betrieb verbringen möchte. Wir haben daher auf eine Klassifizierung zur Gänze  verzichtet. Die eigenen von der Wirtschaftskammer veröffentlichen Daten widerlegen die Aussage von Herrn Egger über die rosige Zukunft der 2Sterne Betriebe.

Auszug aus den Veröffentlichen Zahlen der Wirtschaftskammer:(zum Original Tourismus in Zahlen)
hotel statistik nach kategorien

 

hotel kategorie nach gaestewünscheSchlussfolgerung:

 

 

Wo kein Wille, da kein Weg

 

Fakten ignorieren und das Gespräch auf ein anderes Thema abzulenken scheint die Devise der Wirtschaftskammer zu sein.

A. Fakt ist das die harmonisierten Hotelsterne in Österreich, Schweiz und Deutschland in allen Sterne Gruppen 1-Stern, 2-Stern, 4-Stern, 5-Stern exakt gleich sind nur in der 3-Stern Kategorie sind Unterschiede. Es muss ein Lift, der in einen bestehenden Bau immense Kosten und Probleme verursacht, eingebaut werden! Ein Finanzieller Nachteil in zweifacher Hinsicht:

1. Gegenüber unseren Nachbarländern da wir kalkulatorisch teurer sein müssten,

2. Gegenüber den 4- und 5-Sterne Betrieben da der Preisabstand mit Lift geringer ist

Punkt zwei scheint auch der einzige plausible Erklärungsversuch für mich warum unsere Vertreter, also diejenigen die diese Richtlinien erarbeitet haben, alle stammen aus der 4- und 5-Sterne Kategorie so handeln..

B. Es gibt in Österreich auch bei 3-Sterne eine Ausnahme also wenn das Hotel nur aus Erdgeschoß, Erster- und Zweiter Stock besteht. Dies gilt für kleinere Betriebe und dies war und ist auch beim Brandtnerhof der Fall. Darum hatten wir auch den 3. Stern. Als wir nun das Angebot ausweiteten mit Zusatzleistungen die in der 3-Stern Kategorie nicht erforderlich sind wie eine Sauna, Infrarotsauna, Ruheraum, Abendlokal, Skikeller mit Schuhheizung…..wurden wir potentielle Konkurrenten.

Darf man Wege zu nicht geforderten Zusatzeinrichtungen, die der Gast ja nicht benützen muss in die Kategorisierung einbeziehen? Ist die Neidgesellschaft in der eigenen Interessenvertretung so groß?

 

Dieter Jungvogel